YMCA Togo

Besuch einer Jugendgruppe des YMCA Togo in Fürth

Vom 20.9. bis 03.10.2016 hatten die Jugendgruppen des CVJM Fürth eine Delegation des Partnerverbandes aus Atakpamé in Togo zu Gast. Alle teilnehmenden Afrikaner waren noch nie in Europa, hatten keine realen Vorstellung von Land und Leuten, Geografie und Wetter. Da wir unsere Gäste in privaten Familien untergebracht hatten, sorgten die Gasteltern freundlicherweise für wärmende Kleidung. Auch wenn es in diesen Septembertagen durchweg schönes Sonnenwetter gab, war es für unsere Gäste einfach zu kalt.

Die Verkehrssprache in Togo ist Französisch, das war vielen von uns nicht wirklich geläufig. Aber wir kommunizierten dennoch in dieser Sprache, in Englisch, in Deutsch und mit Händen und Füßen. Wir verstanden uns prächtig und konnten uns unsere Fragen und Belange mitteilen. Wir lernten: wer sich verstehen will, findet Wege, das zu tun!

 Das geplante Programm sah keineswegs nur Begegnungen innerhalb des CVJM vor. Wir besuchten das städtische Jugendzentrum alpha1, die Kirchengemeinde St. Michael und Heilig Geist, hatten einen Empfang beim Oberbürgermeister und waren in verschiedenen Kinder- , Jugend- und Seniorengruppen unterwegs. Überall bereicherten unsere afrikanischen Gäste das Programm mit Trommeln, Gesang und Tanz. Das alles „live“ mitzubekommen war für alle Beteiligten ein echtes Erlebnis.

 Ausflüge ins Fränkische Freilandmuseum und nach Nürnberg standen ebenfalls auf dem Programm. Unterwegs mussten wir Fragen beantworten wie: „Was ist das für ein Haus, in dem Autos stehen?“ In ganz Togo gibt es kein Parkhaus. Auch kein Kino, darum war eine spontane Führung durch das Admiral-Kino in Nürnberg ein echtes Highlight! Wir begriffen, was für uns total selbstverständlich ist, ist es für viele Menschen in dieser Welt eben nicht. Und wir verstanden, wie gut es uns wirklich geht.

 Den gesamten Austausch haben wir selber geplant, durchgeführt und finanziert. Wir haben keine weiteren Zuschüsse beantragt, weil wir in der Gestaltung unseres Programmes „frei“ bleiben wollten, zumal wir nicht wussten, ob unsere Überlegungen bei den togolesischen Gästen ankommen würden und was, wenn nicht? Dann hätten wir ein Programm verpflichtend durchführen müssen, das keinem gefällt. Wenn man so ein großes Projekt zum ersten Mal durchführt, muss man erst Erfahrungswerte sammeln. Wir waren deshalb sehr zufrieden, dass unsere afrikanischen Gäste uns eine große Gastfreundschaft und viel Inspiration bestätigten, die sie mit nach Hause genommen haben. Nun überlegen wir, wie wir diese internationale Begegnung fortführen können; in Togo und hier.

Carsten Heck, CVJM Fürth

Aktuelle Berichte:

     

Der CVJM in Togo wurde 1903 durch Missionare gegründet und hatte eine enge Bindung an die presbyterianische Kirche. Seit 1982 ist er selbstständig.

In verschiedenen Dörfern werden gemeinsam mit den Dorfbewohnern bedarfsgerechte Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation entwickelt, zum Beispiel der Bau von Schulen, Latrinen oder medizinische Versorgungsstationen. Dabei ist die Hilfe zur Selbsthilfe eines der wichtigsten Handlungsprinzipien.

Daneben wird die CVJM-Arbeit weiter entwickelt. Dazu gibt es CVJM-Initiativen vor Ort zur Gründung selbstständiger Ortsvereine, Mitarbeiter und Leiter werden geschult und Feriencamps werden durchgeführt.

40 km von der Hauptstadt Lomé entfernt, betreibt der CVJM Togo ein eigenes Zentrum in Bagbe. Die Studenten werden in mehrmonatigen Kursen in Viehzucht ausgebildet, lernen neue Formen der Landbewirtschaftung kennen und führen selber Experimente durch. Gleichzeitig stehen in Bagbe Unterbringungsmöglichkeiten und Räume für die Durchführung von Tagungen und Seminaren zur Verfügung. Sie werden auch für CVJM- Veranstaltungen genutzt.

Werkstatt der Hoffnung 2018

Termin: 4.–7.1.2018
Ort: Münchsteinach

Die Anmeldung erfolgt jeweils über den Verein vor Ort!
Hier findet ihr die Ausschreibung mit weiteren Informationen.

Weltweit-Wochenende 2018

Termin: 16.-18.2.2018
Ort: Münchsteinach

Hier kommst du zum Anmeldeformular.

Ich hoffe, im neuen Jahr wieder mehr wollen zu können und weniger müssen zu müssen. 
Hans "Johnny" Klein (dt. Journalist)

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